Bunt Vermischtes

Auch Schmetterlinge können sterben – Leseprobe 1

Martina Decker BeraTina

Im Januar 2017 erschien dieser mein erster Liebes-Roman. Nach mehreren „Ich kann keine Liebesromane schreiben“  und einem „Kannst du wohl!“ meiner Freundin habe ich nachgegeben und die Herausforderung  angenommen.

Modern sollte die Geschichte werden, lebensnah und natürlich auch romantisch  – eben so, dass man als erwachsene Frau, die mit beiden Beinen mitten im Leben steht, sich gut unterhalten fühlen kann.

Ob mir das gelungen ist?  Meine Leserinnen sagen bisher  „Ja“.  Aber entscheide doch besser selbst. Die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

Die folgende Leseprobe unterscheidet sich gewollt von der Leseprobe beispielsweise bei Amazon.  Mehr Text for free sozusagen. 

Verschaffe dir also in aller Ruhe einen Eindruck. 

Ich hoffe natürlich, dass dir gefällt, was du liest. 

Und jetzt geht’s los:

 

„… »So, da bin ich wieder«. Mit dem Telefon am Ohr und ihrer Tasse jetzt kalten Tees ging Julia auf die kleine Couch im hinteren Teil ihres Arbeitszimmers.

»Was treibst du denn da?«, fragte Sonja.

»Tür zumachen, Tee trinken, aufräumen!«

»Musst du nicht noch Köfferchen packen? Haare machen oder so was?«

»Nein, Klassentreffen fällt aus!«

»Wie, fällt aus? Grippewelle? Erdbeben? Auto kaputt? In diesem Fall, meine Liebe, lass dir sagen: Es gibt auch noch die Bahn und Fernbusse.«

Julia schlürfte ein wenig von dem Tee, bevor sie antwortete: »Weder noch. Roman hat überraschend ein Meeting mit den Spaniern. Wir müssen heute Abend schick essen gehen.«

»Und das lässt du einfach zu?«

»Habe ich eine Wahl

»Frau hat immer eine Wahl!«, meinte Sonja im Brustton der Überzeugung.

»Ja, wenn sie wie du Single ist. Als Gemahlin von Staranwalt Roman Baker sieht das anders aus«, erwiderte Julia frustriert.

»Fahr‘ alleine«, schlug Sonja vor. »Den Weg dorthin wirst du doch wohl auch ohne Roman finden, oder?«

»Ganz bestimmt nicht. Was sollen denn die Geschäftspartner denken, wenn ich meinen Mann nicht auf dieses Dinner begleite?«

»Lass sie denken, was sie wollen!«

Julia zuckte unmerklich zusammen. Letzte Woche hatte sie Roman noch vorgeworfen, sich in der Hauptsache Gedanken darum zu machen, was die Leute dachten. Jetzt blies sie wie selbstverständlich in dasselbe Horn. Es war zum Verrücktwerden. »Da wird doch gleich gemunkelt, wir hätten eine Ehekrise.«

»Habt ihr nicht?«

»Was soll das denn bitte jetzt?« Julia richtete sich auf und stellte die Teetasse geräuschvoll auf dem Glastisch ab. »Scheiße …«, rutschte es ihr heraus. Mit dem Ärmel ihrer Strickjacke wischte sie erst über die Platte, dann über den Tassenboden. Ehekrise! Warum musste Sonja gerade jetzt davon anfangen? Vielleicht war es doch nicht so klug, sich wegen jeder Kleinigkeit bei Sonja auszuheulen.

»Ich meine ja nur«, lenkte Sonja ein und schalt sich selbst eine Idiotin. Sie hätte es wissen müssen. Da konnten im Hause Baker noch so sehr die Fetzen fliegen, es war KEINE Krise – da waren sich Roman und Julia dann ausnahmsweise mal einig. »Vergiss es einfach, ok?«

Als Julia nicht gleich antwortete, sprach Sonja in versöhnlichem Ton weiter: »Also, wenn ich du wäre, dann würde ich fahren. Du hast dich so sehr darauf gefreut. Denk doch mal, wie lange du deine ehemaligen Schulkameraden nicht mehr gesehen hast. Soweit ich mich erinnere, warst du wegen irgendwelchen geschäftlichen Terminen von Roman weder beim 15-jährigen noch beim 10-jährigen Treffen. Ich finde, es wird mal langsam Zeit, dass du dich …«

»Ist ja gut, ist ja gut!«, unterbrach Julia ihre Freundin. »Ich habe dich verstanden.«

»Wie schön«, flötete Sonja durch die Leitung. »Dann freue ich mich wahnsinnig, wenn du mir heute Abend oder heute Nacht«, das breite Grinsen war überdeutlich zu hören, »ein paar interessante Bilder über WhatsApp schickst.«

»Mal sehen.« Julia lächelte nachsichtig: Sonja und ihre schmutzige Fantasie.

Sonja spürte, dass sie fast gewonnen hatte. »Süße, alleine auf ein Klassentreffen gehen ist kein Verbrechen. Niemand sagt, du sollst Ehebruch begehen. Niemand zwingt dich, dir die netten Burschen überhaupt anzusehen. Aber ganz entspannt Hallo zu sagen und vielleicht ein oder zwei Gläschen auf die schöne alte Zeit zu trinken, das wird doch wohl drin sein..

***

eBook 2,49€ / Taschenbuch 9,90€ – 282 Seiten (beide Links führen zu Amazon.

Die Bücher können aber ebenso über Thalia oder Weltbild, iTunes und diverse andere Online-Händler bezogen werden. Außerdem über den stationären Buchhandel, da das Buch im VLB gelistet ist).

Auf Wunsch versende ich selbstverständlich auch Bücher mit persönlicher Widmung.

Hier gibt es noch eine weitere Leseprobe auf BeraTina

Ich freue mich, wenn du mir und anderen erzählst, ob und wie dir das Buch gefallen hat.

Vorab schon mal recht herzlichen Dank, dass du dir dafür die Zeit nimmst.  (Dass so ein kleines Feedback oft gar nicht viele Worte braucht , habe ich vor einiger Zeit in diesem Beitrag thematisiert.)

Herzliche Grüße  Martina

 

über

berufliches & kreatives Schreiben Textoptimierung - Texterstellung - Coaching

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