Kategorie: Hilfreiches für Text und Textarbeit

Ihr Text ist es wert

BeraTina-Lektorat, denn unstrukturierte Flyer- und Werbetexte sind Hürden für die Leser

Sie haben ein tolles Angebot ausgearbeitet!

Der Werbe- oder Angebotstext ist entworfen, die Flyer könnten jeden Moment in den Druck gehen – wenn Sie endlich ganz zufrieden damit wären. Denn Sie zweifeln.

Wie gut, dass Wirtin Elli Sowieso nicht zweifelte – ich hätte sonst kein wunderbares Beispiel, um Sie bei Ihrer Text-Aufgabe ein bisschen zu unterstützen. Weiterlesen

BeraTina Text-Check für Ihre Website

BeraTina - Martina Decker - schreiben

Sie haben einen Text für Ihre Website geschrieben?

Sie sind unsicher, ob Ihr Text Leser oder Kunden anspricht?

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – das ist hinlänglich bekannt. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Website-Text gut und leicht lesen lässt. Nur dann werden die wichtigen und interessanten Informationen auch den Leser erreichen. Weiterlesen

Der Hazepüp – Ideen finden

Martina Decker BeraTina

Manchmal finden sich neue Geschichten-Ideen an ungewöhnlichen Stellen:

Ich hatte kürzlich Besuch im Büro. Eine gute Freundin schaute vorbei. Mit dabei ihr knapp zweijähriger Sohn. Der Kleine ist ein echter Sonnenschein und hat sich gut gelaunt mit Buntstiften, Papier und Büroklammern beschäftigt, während wir Mädels ein bisschen gequatscht haben. Weiterlesen

Das Beratungsgespräch

Martina Decker BeraTina Logo Schreibberatung, Textoptimierung und Texterstellung

Wenn ich von Schreibberatung erzähle oder dafür werbe, sehe ich meist erst einmal viele ?????? in den Gesichtern. Und selbst mit mehr Hintergrundwissen kommt irgendwann die Frage: „Und wie läuft so ein Beratungsgespräch ab?“

Die Unsicherheit, dass man nicht weiß, was in einem Beratungsgespräch / bei einer Schreibberatung passiert, weil es einem selbst total fremd ist, führt leider oft dazu, dass interessierte Schreibende sich dann doch lieber allein mit ihrer Schreibarbeit herumquälen.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, für mehr Transparenz bei dem Begriff Schreibberatung – Beratungsgespräch zu sorgen, und weil der Aufräumzufall mir wieder diese Grafik aus dem Studium zuspielte, stelle ich heute vor:

Die Grafik zum Beratungsgespräch


Nach diesem Muster laufen meine Schreibberatungen und die vieler Kolleginnen auch. . Entscheidend ist, dass es sich immer um eine Zusammenarbeit handelt. Schreibberater und Schreibender legen gemeinsam Ziele fest, erörtern beispielsweise Stolperfallen oder suchen nach einer Lösung für ein bestimmtes Problem..

Noch Fragen? Dann schreiben Sie mir eine Mail  

Bis demnächst   Herzliche Grüße Eure BeraTina

 

So weiss – so leer – Schreibhemmungen

Martina Decker - BeraTina

Das Papier – so weiß und leer

Da liegt es so jungfräulich  auf dem Schreibtisch und scheint uns, die wir darauf schreiben wollen, zuzurufen: „Tu es nicht! Beflecke nicht meine Reinheit mit deinem Kugelschreiber/Füller etc.“

Da blitzt uns gleißendes Weiß entgegen vom Bildschirm, wenn wir ein Dokument im Textprogramm öffnen. Und es scheint perfekt in seiner Unbeschriebenheit.

Wäre da nicht auf der anderen Seite der Wunsch, vielleicht sogar das Bedürfnis, gar ein Verlangen oder auch nur ein profaner Auftrag – die Hausarbeit/die Abschlussarbeit/der Brief – , etwas aufzuschreiben, man könnte diese perfekte Leere, dieses perfekte Weiß einfach nur genießen.

Das Dilemma:

Wir müssen etwas nahezu Perfektes und rein Weißes zerstören,

um etwas Neues (wunschgemäß natürlich auch nahezu Perfektes – nur eben anders perfekt) –  unsere Geschichte/Gedicht/Text – zu erschaffen.

In diesem inneren Konflikt gedeihen Schreibhemmungen, wachsen sie sich im ungüstigsten Fall zu Schreibblockaden aus.

Eine Lösung:

Oft hilft es, das Weiß mit einem kleinen Kritzel anzugehen.

Ein schüchterner Strich ganz unten in der Ecke, ein zartes Blümchen am Rand. Schaut man das Blatt danach an, ist es immer noch sehr leer, immer noch weiß. Kein Akt der Zerstörung erkennbar. Vielleicht ist es jetzt sogar noch ein bisschen schöner.

Ganz sicher aber ist es immer noch schön – anders schön!

Dieses gute Gefühl kann zum nächsten Kritzel führen und zum nächsten Kritzel und schließlich zu Worten und Texten.

Kann! Wenn aber trotz aller guten Vorsätze und trotz eines mutigen Gekritzels am Rand kein Text entstehen will, dann ist das erst einmal auch kein Problem. Und zweitens vielleicht nur eine kleine Schreibhemmung, die uns zum Nachdenken animieren will.

Schreibhemmungen treten auf, wenn wir uns noch nicht ausreichend mit dem Thema, über das wir schreiben wollen oder sollen auseinandergesetzt haben.

Wir ahnen, dass wir noch nicht genug wissen. Oder wir haben keinen Bezug zum Thema. Das darf dann auch erst einmal so stehen bleiben.

Schreibhemmungen können auch auftreten, wenn wir zu viel vom Thema wissen.

Und uns schon im Vorfeld reglementieren. „Das interessiert doch gar nicht!“ oder „Ich darf nur 10 Seiten schreiben“. Bereits vor dem ersten geschriebenen Wort ist der Kopf damit beschäftigt, zu selektieren. In wichtig und weniger wichtig zu sortieren.

Schreibhemmungen können auftreten, wenn das Thema uns persönlich berührt.

Wen es dann auch noch auf irgendeine Art und Weise unangenehm ist, dann fühlt es sich einfach nicht gut an!

 

Sich zu zwingen, trotzdem genau jetzt über genau dieses Thema zu schreiben, wird unweigerlich Text-Müll produzieren. Ist meine persönliche Meinung und Erfahrung. Wenn ich über etwas schreiben möchte, dann muss ich Zugang dazu  bekommen oder bereits haben. 

Also: Abstand gewinnen und in Ruhe nachdenken!

Abstand zwischen sich und die Schreibaufgabe bringen bedeutet, sich das Ganze aus sicherer Entfernung anzusehen. Wenn ich einen Knopf annähen will, guck ich auch erst mit Abstand, wo er hinpasst und wie er sich mit Knopfloch und Stoff zu einer Einheit verbinden wird. 

Abstand halten von „Gefahr“ ist eine gute menschliche Handlungsstrategie, um sicher zu bleiben. Und mit Abstand lässt sich die „Gefahr“  genau betrachten, einschätzen und hinterfragen – ohne Risiko für einen selbst.

 

Mit Abstand kann ich dann fragen:

Warum berührt mich das Thema so? oder Wovor habe ich Angst, es aufzuschreiben? oder  Was stört mich an dem Thema? oder Wo finde ich die relevanten Informationen, die mir noch fehlen?

Oft ist es auch hilfreich, einfach mal einem Menschen zu sagen: Ich hab mit diesem Thema und / oder dieser Aufgabe meine Probleme! Freunde und Familie haben die schöne Gabe, einen aus dem Nichts wieder aufrichten zu können. Und sie sehen manchmal die Lösung, wo wir noch im tiefsten und schwärzesten Tunnel stehen.

 

Von Folgern und Schaffern

Hier kommt die Auflösung zum Fragebogen. Und weil Bilder ja bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, gibt es zu den beiden Grafiken nur jeweils eine kurze Erläuterung.

StrukturfolgerDer Strukturfolger arbeitet sehr sythematisch und planvoll. Er achtet darauf, jederzeit den Überblick zu haben und ihn auch zu behalten. Die Vorbereitungszeit für einen Text ist groß, die Geschichte (beispielsweise) eigentlich schon fertig, wenn er sie aufschreibt. Vorteil: Der Fortschritt der Arbeit ist klar ersichtlich, der Überarbeitungsbedarf meist geringer. Nachteil: Er weicht nur sehr ungern von dem vorgefassten Plan ab – neue Ideen/Ansätze finden schwerlich Eingang.

 

StrukturschafferDer Strukturschaffer erarbeitet sich die Struktur während des Schreibens. Es gibt meist nur einen groben Plan und der wird nach Gusto verfolgt. Erst einmal wird drauflos geschrieben. Dabei kann es durchaus passieren, dass die Geschichte eine völlig andere Richtung nimmt oder das Thema sich im Verlauf ändert. Der Strukturschaffer ist offen für jede neue Idee. Vorteil: Das freie Schreiben erzeugt da schon Text, wo der Strukturschaffer noch lange plant. Nachteil: Hinterher ist viel Überarbeitung nötig, um dem Text eine angemessene Form zu geben.

 

Beide Schreibertypen sind natürlich Kunstformen und kommen im wahren Schreiberleben in dieser extremen Ausprägung kaum vor. Am Anfang einer Schreibberatung hilft diese Typisierung mir aber, Tendenzen zu erkennen. Ziel ist es dann, mit geeigneten Mitteln und Strategien den Schwerpunkt ein wenig in die Mitte zu ziehen. So muss sich der Schreibende nicht verbiegen und kann sich die Schreibarbeit doch erleichtern: Der Strukturfolger wird ein bisschen „freier“ und der Freigeist ein bisschen zum Planen verleitet.

In diesem Sinne …

Viele Grüße und bis denne Eure BeraTina