Kategorie: Hilfreiches für Text und Textarbeit

Text schreiben – Ideen finden mit dem Akrostichon

BeraTina Tipp fuer das finden von Ideen für deine Texte

Wenn die Text-Idee auf sich warten lässt

Es gibt kaum einen Schreiber, der nicht irgendwann vor dem leeren Blatt Papier sitzt oder auf den flackernden Bildschirm starrt und verzweifelt versucht, einen geraden Satz „zu bauen“. 

Manchmal ist einfach der Kopf leer – oder besonders voll. Dann purzeln die Ideen und Wörter durcheinander im Hirn und wollen sich einfach nicht in eine Satz-Reihe stellen für einen gelungenen Text. Andere Gründe sind ein Thema, das einem so gar nichts zu sagen scheint und einer innere Stimme, die permanent murmelt: „Wen interessiert das denn eigentlich? Wer will diesen Quatsch denn lesen?“ Oder sie mault unablässig: „Laaaaaangweilig!“ Weiterlesen

Der Hazepüp – Ideen finden

Martina Decker BeraTina

Manchmal finden sich neue Geschichten-Ideen an ungewöhnlichen Stellen:

Ich hatte kürzlich Besuch im Büro. Eine gute Freundin schaute vorbei. Mit dabei ihr knapp zweijähriger Sohn. Der Kleine ist ein echter Sonnenschein und hat sich gut gelaunt mit Buntstiften, Papier und Büroklammern beschäftigt, während wir Mädels ein bisschen gequatscht haben. Weiterlesen

Das Beratungsgespräch

Martina Decker BeraTina Logo Schreibberatung, Textoptimierung und Texterstellung

Wenn ich von Schreibberatung erzähle oder dafür werbe, sehe ich meist erst einmal viele ?????? in den Gesichtern. Und selbst mit mehr Hintergrundwissen kommt irgendwann die Frage: „Und wie läuft so ein Beratungsgespräch ab?“

Die Unsicherheit, dass man nicht weiß, was in einem Beratungsgespräch / bei einer Schreibberatung passiert, weil es einem selbst total fremd ist, führt leider oft dazu, dass interessierte Schreibende sich dann doch lieber allein mit ihrer Schreibarbeit herumquälen.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, für mehr Transparenz bei dem Begriff Schreibberatung – Beratungsgespräch zu sorgen, und weil der Aufräumzufall mir wieder diese Grafik aus dem Studium zuspielte, stelle ich heute vor:

Die Grafik zum Beratungsgespräch


Nach diesem Muster laufen meine Schreibberatungen und die vieler Kolleginnen auch. . Entscheidend ist, dass es sich immer um eine Zusammenarbeit handelt. Schreibberater und Schreibender legen gemeinsam Ziele fest, erörtern beispielsweise Stolperfallen oder suchen nach einer Lösung für ein bestimmtes Problem..

Noch Fragen? Dann schreiben Sie mir eine Mail  

Bis demnächst   Herzliche Grüße Eure BeraTina

 

Von Folgern und Schaffern

Hier kommt die Auflösung zum Fragebogen. Und weil Bilder ja bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, gibt es zu den beiden Grafiken nur jeweils eine kurze Erläuterung.

StrukturfolgerDer Strukturfolger arbeitet sehr sythematisch und planvoll. Er achtet darauf, jederzeit den Überblick zu haben und ihn auch zu behalten. Die Vorbereitungszeit für einen Text ist groß, die Geschichte (beispielsweise) eigentlich schon fertig, wenn er sie aufschreibt. Vorteil: Der Fortschritt der Arbeit ist klar ersichtlich, der Überarbeitungsbedarf meist geringer. Nachteil: Er weicht nur sehr ungern von dem vorgefassten Plan ab – neue Ideen/Ansätze finden schwerlich Eingang.

 

StrukturschafferDer Strukturschaffer erarbeitet sich die Struktur während des Schreibens. Es gibt meist nur einen groben Plan und der wird nach Gusto verfolgt. Erst einmal wird drauflos geschrieben. Dabei kann es durchaus passieren, dass die Geschichte eine völlig andere Richtung nimmt oder das Thema sich im Verlauf ändert. Der Strukturschaffer ist offen für jede neue Idee. Vorteil: Das freie Schreiben erzeugt da schon Text, wo der Strukturschaffer noch lange plant. Nachteil: Hinterher ist viel Überarbeitung nötig, um dem Text eine angemessene Form zu geben.

 

Beide Schreibertypen sind natürlich Kunstformen und kommen im wahren Schreiberleben in dieser extremen Ausprägung kaum vor. Am Anfang einer Schreibberatung hilft diese Typisierung mir aber, Tendenzen zu erkennen. Ziel ist es dann, mit geeigneten Mitteln und Strategien den Schwerpunkt ein wenig in die Mitte zu ziehen. So muss sich der Schreibende nicht verbiegen und kann sich die Schreibarbeit doch erleichtern: Der Strukturfolger wird ein bisschen „freier“ und der Freigeist ein bisschen zum Planen verleitet.

In diesem Sinne …

Viele Grüße und bis denne Eure BeraTina

Bin ich ein Schreibertyp? Und wenn ja, welcher?

Grundsätzlich sind wir alle Typen – mal mehr, mal weniger strukturiert. Beim Schreiben wie im Leben. Heute chaotisch, morgen geordnet und mit Facetten dazwischen. Darum ist der kleine Fragebogen auch mehr als Spaß zu verstehen – bei ehrlicher Beantwortung zeigt er eine Tendenz.

AoderB-Typ

Anhand der Tendenz lassen sich mögliche Schreibprobleme erläutern und entsprechende Strategien empfehlen, die zukünftige Schreibarbeiten erleichtern.

Also, los geht’s: A – oder B? Das ist hier die Frage! Im nächsten Beitrag kommen dann ein paar Erläuterungen zu den beiden Typen.

Bis dann viele Grüße Eure BeraTina

Kein guter Text ohne Feedback

Der Leser - unbekanntes WEsen - für ihn optimieren Texter ihre Texte

Zugegeben: Es wird diejenigen geben, die das anders sehen. Das ist für mich in Ordnung. Wenngleich ich diese Einstellung bedauere. Denn als Autor beraube ich mich damit der Möglichkeit, mit meinen Lesern ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, was sie denn gern von mir lesen würde. Was sie wissen möchten. Ob sie überhaupt verstehen, was und wie ich schreibe.  Es sei denn, ich schreibe gar nicht für andere Menschen, sondern einzig und alleine für mich. Mir zur Freude, mir zur Entspannung – mein Text – mein (stilles, geheimes) Glück.

Ich schreibe – Geschichten, Gedichte, Werbetexte

Und natürlich wünsche ich mir bei jedem neuen Projekt, es in irgendeiner Form zu publizieren und die Texte nicht nur für die Schublade produziert zu haben.

»Wünsche sind Vorboten unserer Fähigkeiten, sagt Monika Scheddin in ihrem Buch „Wecke die Diva in dir!“

Aber wünschen alleine reicht nicht – wir sind ja nicht im Märchen.

Das Wissen, dass ich einen guten Text erst nach oft mühseliger Überarbeitung zu einem richtig guten Text mache, ist dabei die vielleicht wichtigste Erfahrung meiner schreibenden Jahre.

Wie positiv sich die manchmal nervige, lästige, doofe, mühselige Überarbeiterei auf Text und Idee auswirken kann, hat sich auch bei meinem aktuellen Romanprojekt wieder gezeigt.

Darum kommt hier zu aller erst einmal ein herzlicher Dank an die Lektorin Sabine Zürn:

»Liebe Sabine, wo ich im Tunnel meiner eigenen Erzählung steckte und stellenweise nur noch das Ende vor Augen hatte, da hattest du den Blick für die Geschehnisse am Rande.

Deine Anregungen habe ich mit Herzklopfen erwartet, mit dem ein oder anderen (verzweifelten) Seufzen/manchmal auch fluchend gelesen oder mich wahnsinnig gefreut, wenn dir etwas besonders gut gelungen schien.

Dank deinem Feedback ist aus einer spontanen Idee und einem passablen Anfangstext ein gutes Manuskript geworden…«

Damit es jeder, der will,  mir nachmachen kann, in spontaner Reihenfolge ein paar Tipps zur erfolgreichen/zielgruppenorientierten Überarbeitung:

1. Wer viel fragt, bekommt viel Antwort.

Leider wird das oft als Argument genommen, um eben nicht viel zu fragen und einfach nur zu machen. Wer aber Texte schreiben möchte, die viele Menschen interessieren und lesen sollen, kommt nicht umhin, viel zu fragen.

2. Die ersten Fragen muss man sich selbst stellen lange vor der Überarbeitung.

Was ist der Punkt? Was weiß ich darüber? Wo bekomme ich weitere Informationen? Was will ich erzählen, ausdrücken und/oder bewirken? Wen will ich ansprechen? Ist dann Text entstanden, kommen Fragen wie: Ist das logisch aufgebaut? Bin ich im Thema? Werden meine Anforderungen an den Text und Inhalt erfüllt?

3. Jetzt ist zu prüfen, ob die, für die der Text geschrieben wurde, ihn auch verstehen.

Können sie der Logik folgen? Verstehen sie, was ich meine? Ist die Sprache entsprechend der Leserschaft? Wie ist der Stil? Biete ich einen Mehrwert – lohnt es sich überhaupt, den Text zu lesen? Oder kommt hier nur unter neuem Namen, was alle längst schon wissen oder herausgefunden oder geschrieben haben? Das heißt, jetzt müssen Testleser her, die ehrlich sagen, was sie von Text halten.

Für das Ego sind Familie und Freunde gut – für den Text sind es die ärgste Feinde.

Besser LektorInnen, die mit viel Sachverstand und ohne persönliche Vorbehalte an den Text herangehen.

4. Nachfragen lohnt sich auch da, wo sich andere Schreibende regelmäßig über ihre Texte austauschen:

In Foren und Social-Media-Gruppen beispielsweise; in regionalen Autoren- oder Schreibgruppen; Schreibwerkstätten in der Nähe oder im Internet; Kurse bei Volkshochschulen, SchreibberaterInnen …

5. Manchmal ist es auch einen Versuch wert, einem Autoren, von dem man z.B. In Social-Media etwas liest, eine Frage zu stellen

– eine eMail schreiben geht auch. Im schlimmsten Fall wird sie nicht beantwortet.

Das Risiko beim Nachfragen:

Es könnte Kritik geäußert werden, die schmerzt!

Die sollte erst einmal unkommentiert sacken und später in Ruhe geprüft werden:

Meint es da jemand gut mit mir und meinem Text? Oder ist da ein Troll unterwegs. Über den darf man sich dann getrost ärgern – eingedenk der Regel »Do not feed the troll!« Also, keinesfalls diskutieren.; O)

 

Um zu wissen, ob die Geschichte auch außerhalb des eigenen Kopfes funktioniert, muss man sie herzeigen.

Und da naturgemäß schreibende Menschen von Menschen, die nicht gerne schreiben, ein bisschen bewundert werden, macht das Herzeigen auch sehr viel Freude.

 

 

Das dauert wieder …

Beratina - Martina Decker

… bis hier mal was Neues erscheint!

Ich weiß und ich weiß auch, dass ich damit ein immer wieder mit Nachdruck formulierten gut gemeinten Rat ignoriere, den versierte Blogspezialisten erarbeitet haben: Schreibe regelmäßig!

Auch wenn mir der gute Willen nicht abzusprechen ist – und eigentlich wäre 1 x monatlich oder jährlich ja auch regelmäßig -, ich schaffe es nicht, jeden dritten Tag einen Post abzusetzten. Und ich will auch gar nicht! Da halte ich es gerne wie Mama Hase, die in Disneys Bambi zu ihrem Sohn Klopfer sagt: Wenn man nichts (nettes) zu sagen hat, sollte man lieber ganz den Mund halten.“

Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn FB mir meldet: „Martina, deine Freunde haben lange nichts von dir gehört….“ Niemand möchte Freunde enttäuschen – ich auch nicht!.

Darum schreibe ich heute diesen nahezu nichtssagenden Text. Und mache daraus doch noch einen Tipp für’s Schreiben :O)

Schreiben ist schreiben … um im Fluss zu bleiben oder in den Fluss zu kommen ist es völlig egal, WAS man schreibt. Wenn man sich dabei  treiben lässt, kommen die guten Ideen von rechts und links, von hinten und vorne auf einmal ganz von alleine. Ungebremst fließen sie – wenn man es zulässt – durch den Körper in die Finger auf die Tastatur und werden Text. Womöglich ein Rohdiamant, den man als Schreibender zu gegebener Zeit schleifen kann – oder, wenn es nur Kies war, wegschmeißen!

Desweiteren schreibe ich diesen nahezu nichtssagenden Text, um euch auf dem Laufenden zu halten :O)

… was mir tatsächlich jetzt erst beim Schreiben eingefallen ist.

Wenn ich nicht hier schreibe, dann schreibe ich woanders. Derzeit ist  mal wieder ein Romanprojekt in Arbeit – Ausgang allerdings noch völlig offen! 

Die Autorengruppe hat in den kommenden Wochen so einige Lesungen. Da arbeite ich an entsprechenden Kurzgeschichten.

Ich habe an verschiedenen Ausschreibungen teilgenommen und werde demnächst die ein oder andere neue Veröffentlichung bekannt geben können.

Und dann gehen mir noch ganz viele Ideen durch den Kopf, die aber noch wachsen müssen. Ideen, die ihre Zeit brauchen und meine auch. 

Damit genug für heute. Schreibt mir, wenn es mal wieder länger dauert oder ihr was wissen wollt. Ansonsten bis bald und viele  Grüße Eure BeraTina