Der Hazepüp – Ideen finden

Martina Decker BeraTina

Manchmal finden sich neue Geschichten-Ideen an ungewöhnlichen Stellen:

Ich hatte kürzlich Besuch im Büro. Eine gute Freundin schaute vorbei. Mit dabei ihr knapp zweijähriger Sohn. Der Kleine ist ein echter Sonnenschein und hat sich gut gelaunt mit Buntstiften, Papier und Büroklammern beschäftigt, während wir Mädels ein bisschen gequatscht haben. Irgendwann saß er dann bei mir auf dem Schoß und hat mit Begeisterung einen Text in die Tastatur gehämmert.

Hier ein Auszug aus dem Gesamt-Manuskript – sorry, die anderen Seiten bleiben noch unter Verschluss, denn vermutlich wird daraus irgendwann noch eine Geschichte.

Leider alles in Geheimsprache!

Aber auf den zweiten Blick fand ich dann doch zwei Buchstaben- Kombinationen, auf die meine Fantasie direkt angesprungen ist: hzhhpüp und Pöööol.

Noch etwas später fanden sich immer mehr Möglichkeiten, das rätselhafte Buchstabengewirr in Worte zu verwandeln.

jnn zu  ja – nein – nein war zum Beispiel so eine Möglichkeit.

Oder cÜc – wenn man es laut liest, klingt ein bisschen wie ein Vögelchen, finde ich.

Aber erst einmal  wurde hzhhpüp zu Hazepüp. Und fast gleichzeitig  wusste ich, wie ich mir ein Hazepüp vorzustellen habe. Ich habe sofort zu  Stiften und Papier gegriffen und der/die/das Hazepüp gezeichnet.

Und so sieht mein Hazepüp aus:

Andere mögen es Zwerg nennen oder Wichtel oder … Eine gewisse Familienähnlichkeit lässt sich da sicher nicht bestreiten. Im Übrigen sind meine Zeichenkünste auch nicht gerade überragend. 

Ist auch gar nicht wichtig, finde ich. Wichtig – und darum erzähle ich das hier überhaupt – ist, dass aus einem auf den ersten Blick wilden Buchstaben-Salat durchaus eine neue kreative Idee entstehen kann.

In diesem Sinne – auf der Suche nach einer neuen Schreib-Idee, einer neuen Mal-Idee, der Suche nach einem schönen Namen oder oder oder …

… lasst doch mal die ganz Kleinen an die Tastatur.

Das ist Spaß und Kreativität im Doppelpack.

Und wer eine gute Idee hat, was ein Pöööol sein könnte … bitte rein damit in die Kommentare. So auf die Schnelle fällt mir ein Pümpel ein oder vielleicht ein Pfahl.

Aber was tut der Hazepüp mit einem Pfahl?

Wenn ich die Geschichte so weiterspinne, dann könnte der Hazepüp ein Gartenwichtel sein. Er braucht den Pööööl / Pfahl, um einen Zaun zu bauen.

Wenn er aber einen Zaun bauen muss oder will, frage ich mich: Was will er umzäunen? Und warum? Lebt etwa ein wildes Tier im Nachbargarten, dass sich über Hazepüps Erdbeeren hermachen will?

Der Pfahl könnte auch ein Fahnenmast werden. Daran zieht der Hazepüp die Vereinsfahne der örtlichen Zwergenvereinigung hoch. Oder die vom Zwergen-Fußballverein? Spielen Zwerge Fußball?

Idee über Idee

Wir sind schon mittendrin in einer Geschichte, zu der es vor wenigen Minuten keine Idee und nur ein paar fantasievolle Buchstabenkombinationen gegeben hat.

Sich einlassen heißt die Zauberformel.

Das Wichtigste ist, sich auf das Gedankenspiel mit den Möglichkeiten einzulassen. Einzulassen auf die spontanen Fragen, die einem durch den Kopf gehen. Nicht überlegen, ob das logisch ist oder wie es dann weitergehen müsste. Erst einmal Geschichten-Material sammeln. Am besten so lange fragen, bis keine Fragen mehr da sind. 

Natürlich muss am Anfang nicht ein wild getippter Text stehen.

Auch ein Wort, das gefällt und vielleicht besonders klingt, kann Inspiration sein. Oder eine Farbe oder ein Duft.

Am Anfang fühlt sich das oft noch ein wenig verklemmt an. Es dauert ein bisschen, bis sich der „Kopf ausschaltet“. Aber je länger man dabei ist, je mehr – auch verrückte – Fragen man stellt und dazu Antworten sucht, desto mehr fließen die Ideen. Jede Antwort führt – wenn man das will – zu neuen Fragen und neuen Antworten und neuen …

Und fast von alleine entwickelt eine individuelle Geschichte

– die so von niemand anderem geschrieben werden kann.  Denn wenn wir es geschafft haben, einfach nur die Fragen zu stellen, die uns gerade in den Sinn kommen, dann wird es auf nette Art und Weise persönlich. Weil wir unsere Erfahrungen, unser Vorwissen, unseren Geschmack ganz automatisch mit einfließen lassen.

Und nun viel Spaß beim Fragen und Antworten und Geschichten erdenken.

Ich freue mich auf eure Geschichten und Ideen in den Kommentaren.

Herzliche Grüße  BeraTina

 

 

 

 

 

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Autor

berufliches – akademisches – kreatives- biografisches Schreiben
Coaching – Texterstellung – Textoptimierung
Kurzgeschichten und mehr…
„Wolfskind“ – Ein Roman nicht nur für Bad Kreuznach
„Auch Schmetterlinge können sterben“ – mein Liebesroman 2017
„Lesen & Lauschen – Märchenhaftes“ – Märchengeschichten für Groß und Klein mit Illustrationen von Nina Decker

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