Das Lied der Träumerin von Tanya Stewner, Roman

Anfang März habe ich bei lovelybooks verraten, wovon ich träume. Tage später war „das Lied der Träumerin“ im Briefkasten und nun endlich habe ich es gelesen – fast in einem Rutsch – ich legte es nur aus der Hand, wenn es sich wirklich nicht vermeiden ließ.

Das Lied der Träumerin/Tanya Stewner  ISBN 978-3-8414-2116-6  FJB

Angelia bezeichnet sich selbst als eine Träumerin.

Nach dem Tod ihres Vaters bricht sie die Schule und den Kontakt zur Mutter ab und reist nach London. Konsequent lässt sie sich vom Zufall und ihrer Träumerbibel leiten. Mit den ungleichen  Brüdern Josh und Jeremy (er)lebt sie  eine Wohngemeinschaft zwischen Liebe und Freundschaft, Enttäuschung und überschäumenden Glücksmomenten. Und schließlich muss und kann sie sich auch ihrer Vergangenheit stellen…

Was beginnt, wie die Revolte einer Spätpubertierenden ist letztendlich die kompromisslose Suche nach dem eigenen Weg. Was wird mit meinen Träumen? Wie weit bin ich gewillt, für sie zu gehen? Ist Talent eine Gabe, aus der ich zwingend etwas machen muss? Was ist wirklich wichtig, um ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen? Eine mögliche Antwort findet sich im Buch auf Seite 347f :

 „Was zählt, ist vor allem der Glaube an den Traum. Ob man nun sehr gut oder unglaublich gut ist, spielt beim Träumen eine geringere Rolle als der feste Wille, die eigenen Ziele zu erreichen.“

Dieses Buch zu lesen war das reinste Vergnügen.  Ich tauchte mit dem ersten Wort ein in die Geschichte und lebte und litt und freute mich mit den Protagonisten. Mal schüttelte ich nachsichtig den Kopf, lächelte über soviel Naivität oder genoss die philosophischen Exkurse.

Ich würde „Das Lied der Träumerin“ als „Mehr-Generationen-Buch“ bezeichnen (und empfehlen), denn von der Tochter bis zur Großmutter können sich alle darin wieder finden. Und ich wage zu sagen:                                                                                           Spätestens, wenn das Buch ausgelesen ist,  sind die Gedanken bei den eigenen Träumen – den ausgeträumten, den vergessenen und denen, die immer noch im Kopf herumspuken.

Kategorie Allgemein
Autor

berufliches - akademisches - kreatives- biografisches Schreiben Coaching - Texterstellung - Textoptimierung Kurzgeschichten und mehr... "Wolfskind" - Ein Roman nicht nur für Bad Kreuznach "Auch Schmetterlinge können sterben" - mein Liebesroman 2017 "Lesen & Lauschen - Märchenhaftes" - Märchengeschichten für Groß und Klein mit Illustrationen von Nina Decker