Von der Idee zum fertigen Roman

April 2008 stieß ich auf eine Ausschreibung „Regio-Krimi -Mord in der Nachbarschaft“. Es durfen Kurzgeschichten eingereicht werden, die sich wie auch immer dem Thema näherten.

Wenn mir eine Ausschreibung gefällt, trage ich sie oft tagelang mit mir herum und irgendwann – plötzlich und unerwartet – ist dann eine Idee da. Bei „Wolfskind“ kam sie beim Internetsurfen – irgendwo war da eine Notiz über ein vernachlässigtes Kind… ich suchte weiter, fand andere Berichte und begann, einen Text zu verfassen. Ich reichte ihn ein und wartete und wartete. Dann wurde der Einsendeschluß verlängert und dann noch einmal und ich hatte immer noch diese Geschichte im Kopf, während der Wettbewerb auch heute noch zu keinem Ergebnis gekommen ist. (Allerdings habe ich die Kurzgeschichte „Wolfskind“ zurück gezogen)

Ich erdachte die weiteren Umstände, ergänzte Szenen und holte neue Personen mit in die Geschichte. Auf einmal waren es knapp hundert Seiten. Nach einigem Überlegen schickte ich dieses magere Manuskript an einen kleinen Verlag. Tatsächlich rief man mich schon wenige Tage später an. Interessant, aber viel zu wenig…Das kam nicht unerwartet, trotzdem landete die Geschichte dann für einige Tage in der Schublade.

Mit etwas Abstand sah dann auch ich die Lücken und machte mich mit neuem Tatendrang ans nochmalige Überarbeiten. Wieder neue Szenen, detaillierte Beschreibungen der Personen und ihrer Eigenarten; stimmen die Wegbeschreibungen? Wo ist die Handlung nicht logisch? Was muss noch erklärt werden, um Zusammenhänge deutlich zu machen?

Zwei Beta-Leserinnen (nette Menschen, die das Manuskript vorab lesen und versprechen, nichts zu verraten) gaben hilfreiche Tipps und stellten unbarmherzig ihre Fragen. Schließlich waren es mehr als zweihundert Seiten – alles drei-/viermal umgeschrieben, gelesen und auf Fehler hin durchgesucht.

Fast 18 Monate waren seit dem ersten Wort vergangen und als dann der NOEL-Verlag nach Prüfung des Manuskriptes einen Vertrag schickte, war ich gleichermaßen überrascht und zufrieden.

Mittlerweile habe ich die geedruckte Geschichte noch einmal gelesen. Und ehrlich: Manche Szene könnte ich heute noch ein bisschen ausbauen, die ein oder andere Beschreibung noch ergänzen, es gäbe neu eSzenen, die passen würden….

Aber so ist das eben mit Geschichten – sie werden nie wirklich fertig!

Kategorie Bücher machen
Autor

berufliches - akademisches - kreatives- biografisches Schreiben Coaching - Texterstellung - Textoptimierung Kurzgeschichten und mehr... "Wolfskind" - Ein Roman nicht nur für Bad Kreuznach "Auch Schmetterlinge können sterben" - mein Liebesroman 2017 "Lesen & Lauschen - Märchenhaftes" - Märchengeschichten für Groß und Klein mit Illustrationen von Nina Decker