Farbe ist mehr als bunt

Beatrix Mitzke sagt Im BeraTina-Interview Meine Farbe ist Orange

Meine Farbe des Sommers

habe ich mir vor vielen Jahren an einem sehr trüben Novembertag ins Wohnzimmer geholt: Sonnengelbe Sofakissen – auf die Schnelle genäht aus einem Stoff, der  von was auch immer übrig geblieben war. Einen sommerhimmelblauen Pullover trage ich heute. Denn draußen ist es ungemütlich kalt, stürmisch und regnerisch. Dass ich überhaupt einen sommerhimmelblauen Pullover besitze, sogar einen rosafarbenen, ist durchaus die Erwähnung wert. Eigentlich bin ich eher so der Schwarz-Weiß-Typ mit hoher Flexibilität bei Grautönen. „Ein schwarzer Pulli sieht immer adrett aus“, hat Oma gesagt und „Mit einer anständigen, schwarzen Hose kannst du überall hingehen.“ Die Steigerung war dann das „kleine Schwarze“, das wirklich zu jedem Fest – ob groß oder klein – getragen werden konnte. Und mal ehrlich – die Frage danach, ob dieses oder jenes farblich dazu passt, ob sich das Rot nicht vielleicht mir dem Grün „beißt“, stellt sich dann auch nicht. Klappt mit Weiß genauso einfach. In diesem Farbspektrum sortiert sich der Inhalt des Kleiderschranks simpel und übersichtlich und quasi ganz von alleine in Sommer und Winter oder warm und kalt …

Jetzt bin ich vielfarbiger!

Aber plötzlich fand ich in der schwarz-weißen Auswahl morgens einfach nichts zum Anziehen. Ich wollte farbige Blusen! Suchte bunte T-Shirts und vermisste eine rote Jacke. Ich war mir selbst irgendwie ein bisschen unheimlich, habe mich aber – wenn auch verwundert – auf das ein oder andere Farbexperiment eingelassen. Das ging nicht immer gut, aber Übung macht den Meister. Die Gruselteile sind weg, eine gewisse Sicherheit, was meine Farben sind,  entwickelt sich so langsam.
Um in die ganze Sache mit den Farben und warum ich die eine mag oder nicht, und warum es Tage gibt, an denen mir Farbe fast wichtiger ist als das Frühstück, ein bisschen aufzuklären, habe ich Beatrix Mitzke zum BeraTina-Interview gebeten. Ihre Website Farbsin(n)fonie ist Farbe pur!

Liebe Beatrix, deine Welt, das ist mit einem Blick auf deine Seiten im Netz unschwer zu erkennen, ist farbenfroh.

Gibt es für dich noch eine Lieblingsfarbe? Oder bedienst du dich hemmungslos in der Farbpalette?

Beatrix Mitzke sagt Im BeraTina-Interview Meine Farbe ist Orange

 

Meine Lieblingsfarbe ist seit meiner Kindheit Orange und das in allen Farbnuancen. Vom kräftigem Orange-Rot bis zum zarten Apricot. Da ich mir über die immense Kraft der Farben bewusst bin, bediene ich mich natürlich – wie du so schön sagst –  hemmungslos – an allen Farben des Regenbogens.

Du bist ausgebildete Farbstylistin, Feng Shui Beraterin, Farbernergie-Kosmetikerin und …

Lomi-Praktitioner. Bitte, was ist das? Und was macht eine Farbenergie-Kosmetikerin?

Als Farbenergie-Kosmetikerin betrachte ich nicht nur die Haut der Kundin, sondern vor allem ihr ganzes Sein. Du kennst doch sicher auch den Satz „Spiegelbild der Seele ist die Haut“ und genau so ist es. Was nutzen die wertvollsten Inhaltsstoffe für die Hautoberfläche, wenn ich mich im Innersten gar nicht wohl fühle? Die Haut ist das Barometer unserer Seele, jede Gemütsverfassung spiegelt sich darin wider. Und da setze ich an mit meinem eigenen Konzept den FarbSin(n)fonie Ritualen. Das Besondere ist die vielfältige, individuelle und nachhaltige Wirkung von Farblicht, Farbölen und Farbklängen für Körper, Geist und Seele. Und ganz „nebenbei“ auch für die Haut.

Als LomiPraktitioner habe ich die Technik der Lomi-Lomi erlernt, einer wundervollen hawaiinischer Körperarbeit. Viele Facetten dieser Technik fließen in meine eigens entwickelte FarbSin(n)fonie Massage ein. Die Ausbildung zum Lomi-Praktitioner war in erster Linie für meine ganz persönliche Weiterentwicklung gedacht. Bei keiner anderen Massage kann man sich selbst so nah sein, wie bei der Lomi-Lomi. Sie war ursprünglich eine Tempelmassage und ähnelt in ihrer traditionellen Ausübung eher therapeutischer Körperarbeit als einer Massage. Sie hat den Anspruch, nicht nur den Körper, sondern auch die Seele zu behandeln.

Das klingt sehr interessant! Doch bevor ich hier jetzt tiefer einsteige, zurück zum Thema Farben. Beatrix, bitte was ist ein Farbenergie-Defizit?

Da muss ich ein bisschen weiter ausholen …

Wie wir das Licht zum Leben brauchen, brauchen wir auch die Farben. In unserem Körper sind alle Regenbogenfarben u.a. im Zellfarbstoff vorhanden. Allerdings verhält es sich dabei wie beim Benzin für das Auto: Je nach Verbrauch müssen wir mal mehr, mal weniger nachtanken. Wie das Auto Benzin braucht, um zu fahren, so braucht unser Körper regelmäßig die Informationen, die Schwingungen der verschiedenen Farben.

Ein Farbenergie-Defizit ist immer dann im Körper vorhanden, wenn wir nicht in unserer körperlichen oder seelischen Balance sind. Spätestens dann wird es dringendst Zeit, „nachzufüllen“ – mit Sonnenschein; mit gesunder farbenreicher Ernährung. Auch Farben an den Wänden und in der Kleidung unterstützen unser inneres Farbengleichgewicht. Hier setzt auch die Farblichttherapie an. Sie zählt übrigens zu den ältesten Behandlungsverfahren und basiert ursprünglich auf der Heilkraft des Sonnenlichts, das bereits antike Kulturen zur Heilung der unterschiedlichsten Beschwerden einsetzten. Die Ägypter errichteten Farbtempel mit sieben in jeweils anderen Farbtönen gestalteten Räumen und führten Kranke je nach Beschwerden in den entsprechenden Raum. Auch die Chinesen nutzten die Farbtherapie. So bestrichen sie Menschen mit Darmbeschwerden in der Farbe Gelb, Scharlachkranke hüllten sie in rote Gewänder, während der Raum in rotes Licht getaucht wurde.

In meinen FarbSin(n)fonie Balancing teste ich u.a. kinesiologisch das vorhandene Farbenergie-Defizit aus und gebe dann Impulse, wie dieses Defizit ausgeglichen werden kann. Soforthilfe kann ich mit einer sogenannten FarbLichtEnergieDusche in meiner Praxis anbieten.

„Programmiere deine Business-Räume auf Erfolg!“, habe ich auf BeraTina Interview mit Beatrix Mitzke von FarbSi(n)foniedeiner Seite gelesen. Kannst du den Lesern und Leserinnen vielleicht ein bisschen was verraten, worauf man im Home-Office zum Beispiel achten sollte?

Gerade wenn wir von Zuhause aus arbeiten, ist es wichtig den Arbeitsplatz professionell zu gestalten. Er sollte auf keinen Fall „irgendwo“ eingerichtet werden, wo mal eben ein bisschen Platz ist. Er sollte dort eingerichtet werden , wo man von Herzen gerne arbeitet und wo dem Erfolg auch Raum gegeben wird. Das Home-Office darf gerne das widerspiegeln, was man in die Welt bringen möchte.

Vor allem ist es wichtig, dass man selbst das Gefühl hat, hier jederzeit seine Kunden empfangen zu können. Und damit ist nicht nur die Gestaltung des Arbeitsplatzes gemeint, sondern auch das “ wie man sich für sein Business anzieht“. In beiden zeigt sich, wie man seine Arbeit und sich selbst wertschätzt. Wir wissen alle, das wir uns in unterschiedlicher Kleidung auch unterschiedlich fühlen. Ob ich mich „businesslike“ gekleidet habe oder die Jogginghose trage – bei jedem Telefonat schwingt mit, was ich trage😉.

Noch ein paar praktische Tipps

  1. Ein guter Schreibtischplatz hat eine schützende Wand im Rücken. Das bedeutet der eigene Rücken sollte auf jeden Fall „Rückendeckung“ haben.
  2. Man sollte von seinem Platz die Tür gut im Blick haben, denn dies gibt das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle.
  3. Bei Konzentrationsschwierigkeiten ist es besonders wichtig Ordnung im Raum und Ordnung auf dem Schreibtisch zu haben. Eine volle Pinnwand mit Zetteln, die schon lange nicht mehr angesehen werden oder gemalte Kindergartenbilder oder lustige Sprüche und vieles mehr zerstreuen die Aufmerksamkeit. Das bedeutet aber nicht, das man auf jegliche Dekoration verzichten muss. Im Feng Shui spielt die Dekoration eine sehr wichtige Rolle, weil sie mit ihrer Energie unsere Wünsche und unser Wohlbefinden beeinflussen. Wichtig ist WAS wir WO gestalten.

Ich bewundere regelmäßig deine Farbkarten. Da komme ich sogar bei Gelb ins Schwärmen. Welche Funktion haben diese Karten in deiner täglichen Arbeit?

Aktuell sind sie noch nicht in meine täglich Arbeit eingebunden. Es fehlen noch einige BeraTina und Farbsinfonie im GEspräch über die rote FarbkarteFarbkarten. Spätestens im Herbst dieses Jahres wird es aber ein Farbkartenset geben. Dieses kann für die tägliche Inspiration und für ein freudig-farbiges Lebensgefühl genutzt werden. Oder auch, um mehr über sich selbst zu erfahren. Die Farbkarten sind ein Spiegel unseres körperlichen, geistigen und seelischen Befindens. Jede gezogene Karte hält eine Botschaft bereit. Vielleicht um ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern, vielleicht aber auch, um sich selbst und/oder die Lebenssituation besser zu verstehen. Ich freue mich schon riesig auf das Kartenset.

Ich auch!  Beatrix, wie erfahre ich meine 3 Farbsin(n)fonie-Juwelen? Und vielleicht magst du kurz noch einmal sagen, welche das sind.

Die FarbSin(n)fonie Juwelen sind unsere inneren Farben. Wir kommen auf diese Welt mit all unseren Stärken und Schwächen und bestimmten Charaktereigenschaften. Diese zeichnen uns aus. Was hat das mit den inneren Farben zu tun? Farben haben auch bestimmte „Eigenschaften“ und Wirkweisen und diese schwingen mit uns oder auch nicht. Das Geburtsdatum ist wie bei den Sternkreiszeichen etwas, das viel über uns verrät, so auch die Farbschwingung mit der wir bzw. unsere Seele in Resonanz gehen.

So erarbeite ich auf Basis des Geburtsdatums: 

  1. die Seelenfarbe: Wenn wir die Botschaft dieser besonderen Farbe erfahren, klärt sich Vieles für uns. Für manche ist es ein richtiges Aha-Erlebnis. Sie verstehen plötzlich Zusammenhänge in ihrem Leben. Die Seelenfarbe (manchmal sind es auch zwei) und ihre Botschaft zeigt uns unsere Stärken und entspricht der Uressenz des eigenen Seins. Mit ihr entsteht so viel Klarheit. Mir persönlich hat sie das Gefühl gegeben: Ich bin gut, wie ich bin und vor allem das, was ich immer schon in mir hatte, darf sich zeigen. Ich habe den Mut ,es zu leben! Egal ob es im Außen verstanden wird.  Wichtig ist: Ich verstehe mich!
  2. die Ressourcenfarbe: Als Feng Shui Beraterin beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren mit den Fünf Elementen, auch Wandlungsphasen genannt. Jedes dieser Elemente steht für die Kraft verschiedener Farben. So ist z.B. die Farbe des Feuers das Rot/Orange. Wenn man seine Ressourcenfarbe kennt, weiß man genau, was man unterstützend für sich tun kann, sollte man mal wieder das eigene Energiekonto kräftig überzogen haben. Und dann hält man mit der Botschaft seiner FarbSin(n)fonie Juwelen viele wertvolle Tipps in den Händen
  3. die Schattenfarbe: Sie ist die Farbe, die wir am meisten ablehnen. Jeder von uns mag bestimmte Farben nicht, und die Art, wie sehr wir sie ablehnen, zeigt, wie unerlöst unsere verdrängten „Schatten“-Anteile sind. Wir können oder wollen sie nicht wahrhaben. Jede der Spektralfarben repräsentiert bestimmte Lebensqualitäten, die wir positiv leben oder negieren. Der Grund, warum wir bestimmte Farben nicht ertragen können, ist im Unterbewusstsein gespeichert. So werden beispielsweise unbearbeitete Probleme und Erfahrungen in der Kindheit zusammen mit einer Farbe, die dem Thema entspricht, „eingekellert“. Solange das Problem nicht gelöst ist, wird die entsprechende Farbe gemieden. Meine Aufgabe bei der Schattenfarbe ist unter anderem dafür zu sorgen,  dass die Kundin sich mit dieser Farbe und so mit ihrem Schatten „versöhnt“. Sich selbst positiv anzunehmen bedeutet, sich mit seiner Schattenfarbe auseinander zu setzen.

Unsere ganz persönliche Farbkraft zu erkennen, lässt unser Selbstvertrauen und allen voran unsere Selbstliebe wachsen. Es ist einfach schön, die eigenen Lebensreise mit all ihren Farbnuancen zu verstehen.

Was bedeutet es – deiner fachlichen Erfahrung nach – wenn ich plötzlich das Bedürfnis habe, mich in eine für mich eigentlich ungewöhnliche Farbe zu hüllen?

Das ist ein ganz klares Zeichen dafür, dass du die Schwingung, die Wirkung dieser Farbe unbedingt in deinem Leben brauchst. Ein Beispiel: Wenn Gelb dich seit einiger Zeit magisch anspricht: Es kann sein, dass es dir z.Zt. an Strahlkraft, Selbstwert und Optimismus mangelt und du spürst JETZT ist der Zeitpunkt deine Sehnsüchte und Wünsche nicht mehr zu unterdrücken, sondern zu leben.

Beatrix Mitzke bei BEraTina sie stellt ihre gelbe Farbkarte vorDiese Farbe unterstützt dich, Altes loszulassen und Neues freudig zu begrüßen. Du lernst dich selbst wertzuschätzen und entwickelst eine Lockerheit im Umgang mit deinen Herausforderungen. Gelb möchte dir sagen: Lass dein Herz singen, tanzen und lachen, so dass du tief in deinem Inneren zu leuchten beginnst und Freude und Beschwingtheit zu deinem natürlichen Zustand werden.

Mit dem Wissen um die Kraft der Farben kann man sein Leben viel bewusster gestalten. Dieses Wissen möchte ich gerne in die Welt bringen. Es ist nichts Neues, denn das Wissen um die Farbenkraft ist so alt wie die Welt, doch leider bei vielen Menschen völlig in Vergessenheit geraten. Dabei umgeben wir in jedem Moment unseres Lebens mit Farben. Und sie wirken! Immer! Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Liebe BeraTina, ich möchte dir von Herzen danken, dass du mich für dieses Interview ausgewählt hast. So wird die FarbSin(n)fonie mit der Magie der Farben wieder ein Stückchen weiter in die Welt getragen.

Liebe Beatrix, da gehört sie ja auch hin 🙂  ich danke dir auch. Das war Informationen und Inspiration. Es war mir eine große Freude.

Die wunderbar farbenfrohe und inhaltsreiche Website mit der Möglichkeit, noch weiter in das Thema einzusteigen oder vielleicht auch gleich einen Termin zu vereinbaren.

Beatrix und die FarbSi(n)fonie auf facebook 

Für alle Bilder liegen die Rechte jedweder Art bei Beatrix Mitzke. Sie hat mir die Nutzung für diesen Artikel erlaubt. 

4
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2 Kommentar Themen
2 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
3 Kommentatoren
AndreaBeraTinaChristine Lindner Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Christine Lindner
Gast

Ich sauge diese Farbexplosionen in mich ein und merke, wie mir warm wird. Danke für dieses sehr informative und erhellende Interview mit Beatrix Mitze. So langsam dreht sich meine Lieblings-Kleidungs-Farbe Schwarz in mir hin und her. Ich glaube, sie will raus und einer anderen Farbe Platz machen. Wer hätte das je gedacht? Meine schwarzen Rollis sind meine Winterbegleitung. Aber mein Hals würde ja durch ein schönes Hellblau auch gewärmt. Es arbeitet in mir. Danke für den Impuls, euch beiden.

Andrea
Gast

So ein tolles Interview. Ich bin total geflasht von der Vielfalt in Beatrix Arbeit. Ganz ganz großartig.
Liebe Grüße Andrea