Nach dem eBook ist vor dem Print

Martina Decker BeraTina

Der Weg zum Print samt Veröffentlichung und Auslieferung an den Buchhandel ist keine Sprint-Strecke – eher eine Marathon-Distanz. Aktuell stehe ich kurz vor der Druckfreigabe.

Fast drei Wochen lang habe ich an der Print-Version von „Schmetterlinge können sterben“ gearbeitet.
Mal abgesehen davon, dass mir nachgesagt wird, ich sei hin und wieder etwas perfektionistisch, ist das Layout für ein Print sowieso aufwändiger als beim eBook. Während der eBookleser seine Absätze, Schriftgröße, Hoch- oder Querformat individuell am Reader einstellt, muss das Print „für alle gleich“ lesefreundlich und unter Berücksichtigung geltender Normen aufbereitet werden
Wenn dann noch totale Ahnungslosigkeit in Sachen Buchsatz und Gestaltung dazukommen, ist das eine ziemlich große Aufgabe.

Natürlich gibt es auch dafür Dienstleister – Fachleute, die sich damit auskennen und sowas vermutlich binnen kurzer Zeit erledigen. Ich war nahe dran, mir jemanden vom Fach ins Boot zu holen. „Wenn es jetzt nicht …, dann …“, habe ich mehr als einmal gemurmelt oder geflucht.

Blocksatz? Oder Flattersatz? Was sieht besser aus? Was ist leserfreundlich? Was mag der Leser? Brauche ich einen „Schmutztitel“? Wo muss das Impressum stehen? Welche Angaben gehören rein?
Dann, weil man den eigentlich schon fertigen Text ja ständig unter den Fingern hat: Der Satz ist doof! Ändern! – huch, da fehlt ein Komma! Mist, ein Leerzeichen zu viel :=(
Es gibt das 100% fehlerfreie Buch nicht – sagen alle, die irgendwie mit Büchern zu tun haben. Ich glaube ihnen, aber ich habe es trotzdem versucht.
Die Formatierungen: Absatzeinrückung ja / nein? Warum ist da überhaupt ein Absatz? Mist, ein Tippfehler – warum habe ich den nicht schon längst entdeckt?

Dabei sah das anfangs gar nicht so schwer aus: Da war diese wunderbare Formatvorlage – nur noch Text rein, in PDF konvertieren und ab damit … dachte ich.
Bis ich herausfand, dass PDF nicht gleich PDF ist. Und dass ich zwar eine Formatvorlage Taschenbuch verwende, meinem PDF – Printer das aber piep egal ist. Der hat lustig in A4 formatiert – mit dem Ergebnis, dass die hochgeladene Datei nicht druckfähig war: Bei der Anpassung auf das gewünschte Taschenbuchformat wurde der Inhalt dann so komprimiert, dass man nix mehr lesen konnte.

Google und diversen Foren und Seiten von Menschen mit Ahnung sei Dank: Das Problem wurde von mir gelöst und eine in meinen Augen fast perfekte Druckdatei erstellt.  Zur Belohnung und weil man nun mal die genauen Buchabmessungen braucht, bevor man es be- und erstellt, habe ich das Printcover bei MBD, Gevelsberg geordert. Und ich bin echt begeistert!

Jetzt warte ich auf das Probe-Exemplar aus der Druckerei und bin schon ganz gespannt, wie Optik und Haptik  meines Buches sein werden. Dass Farbe nicht gleich Farbe ist und auf dem Bildschirm manches anders wirkt, ist ja bekannt. Nun, solange dieses Sepia nicht in Lavendel mutiert oder gelb …

Und vielleicht suche ich auch noch mal nach verirrten Leerzeichen, Kommas oder Buchstabendrehern … Aber nur vielleicht :O) – bevor ich dann die endgültige Freigabe erteile.

Bis demnächst  Viele Grüße Eure BeraTina

 

Kategorie Liebesroman
Autor

berufliches - akademisches - kreatives- biografisches Schreiben Coaching - Texterstellung - Textoptimierung Kurzgeschichten und mehr... "Wolfskind" - Ein Roman nicht nur für Bad Kreuznach "Auch Schmetterlinge können sterben" - mein Liebesroman 2017 "Lesen & Lauschen - Märchenhaftes" - Märchengeschichten für Groß und Klein mit Illustrationen von Nina Decker