Protokoll einer Lesung

20.05.2011 in der Kreuznacher Bibliothek

18:45 – beim Veranstalter gebe ich einige „Wolfskind“ – Bücher ab für den vereinbarten Büchertisch. Der Kollege hat bereits geliefert. Kurze Begrüßung und Hände schütteln. Fleißige Helfer richten Pausengetränke und Gläser. Die Ränge sind noch leer. Der Tisch, an dem Thomas Scheffler (Tötliche Verkostung) und ich in nicht einmal mehr einer Stunde unsere Romane vorstellen wollen, bekommt gerade eine blaue Tischdecke und ein Blumengesteck. Ich verabschiede mich noch mal kurz – das Wetter ist einfach zu schön.

19:00  Thomas Scheffler und ich bestellen einen Wein bzw. Espresso. Kurzer Ausstausch über das, was seit unserem letzten Treffen so gewesen war, was noch kommen könnte. Wer beginnt heute? Welches Zeitlimit?

19:27  Wir betreten den Lesungsraum und sind überrascht. Volles Haus! Leider ist das Interesse der lokalen Presse gleich Null!  Da ich den Anfang machen werde, setze ich mich kurz zu der Dame bei den Getränken, Thomas verschwindet in den Rängen.

19:35 Einleitende Worte des Veranstalters – und dann läuft meine halbe Stunde. Kurze Einführung in die Geschichte, erste Passage lesen, Blick ins Publikum. Hört mir überhaupt jemand zu? Ist der gelesene Text gut gewählt? Weiter im Text… dann die letzten Worte.  Nach einer kurzen Zeit nachdenklicher (subjektive Einschätzung meinerseits!) Stille einer der spannendsten Momente einer Lesung: Die Fragen des Publikums. Es entwickelt sich eine lebhafte Diskussion über die Möglichkeiten von Ämtern und Politik, Gewalt in Familien zu unterbinden.

20:20 Pause  Es ist warm und die fleißigen Helfer kommen am Getränkeausschank kaum nach. In Kleingruppen unterhalten sich die Zuhörer und es wird weiterhin kontrovers diskutiert. Ich wäre da auch in Pflicht für bessere „Kontrollen“  zu sorgen- jetzt, nach diesem Buch, meinte jemand. Darüber werde ich noch ein wenig nachdenken müssen.

20:40 Thomas Scheffler beginnt seine Lesung aus „Tötliche Verkostung“. In seiner ganz eigenen Art stellt er bei dieser Lesung besonders den Protagonisten Julius Dexheimer in den Vordergrund. Was ist das für ein Mann, der nun bereits im dritten Roman in Folge Kreuznacher Verbrechen aufklärt? Das Publikum wird Zeuge einer Zeugenvernehmung und eines Geiselaustausches und bleibt beim eigentlichen Verbrechen erwartungsgemäß natürlich außen vor.

21:25  Abschlußworte des Veranstalters und ein wunderbares Präsent aus Regio-Produkten für beide Autoren. Wir signieren das ein oder andere Buchexemplar und genießen  die immer noch gute Stimmung. Zum Schluß ein paar Erinnerungsfotos und Hände schütteln (hier schließt sich also der Kreis, denn alles begann ja auch mit Hände schütteln).

Fazit: ein sehr schöner, gelungener Leseabend – gerne wieder!

Und ja, so wie es heute (10.06.2011) aussieht, wird es eine Wiederholung geben:               am 23.September 2011 in der Bücherei in Grumbach.

Kategorie Allgemein
Autor

berufliches – akademisches – kreatives- biografisches Schreiben
Coaching – Texterstellung – Textoptimierung
Kurzgeschichten und mehr…
„Wolfskind“ – Ein Roman nicht nur für Bad Kreuznach
„Auch Schmetterlinge können sterben“ – mein Liebesroman 2017
„Lesen & Lauschen – Märchenhaftes“ – Märchengeschichten für Groß und Klein mit Illustrationen von Nina Decker