Rede reden – Rede schreiben

Martina Decker BeraTina Feedback Coach Dienstleister

„Schreib doch mal eine flammende Rede“ hat eine von mir ob ihres Wissens und der Art, dieses an die Leute zu bringen, sehr geschätzte Schreibberaterin auf ihrem Blog aufgefordert. Nachzulesen hier #Gitte Härter

Reden ist anders – schreiben auch.

Warum war ich überhaupt an dieser Aufgabe hängen geblieben? Warum habe ich den Artikel nicht einfach weggeklickt? Mich mit Tipps zur eMail – Gestaltung, dem Clustern oder der Textanalyse beschäftigt? Das wäre doch wesentlich sinnvoller und meiner Beratertätigkeit zuträglich. Es würde meine Kompetenzen erweitern und stärken. Ich bin nun wirklich nicht der Typ für flammende Reden.

Wer bin ich, dass ich die Welt mittels einer flammenden Rede von meinen Ansichten überzeugen will?  <Feigling>

Andererseits wäre das die Möglichkeit, eine mir wichtige Sache darzulegen und Stellung zu beziehen. Nicht im stillen Kämmerlein, nicht hinter vorgehaltener Hand. <Heldenhaft>

Die Aufgabe geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

Herausfordernd zeigt sie sich mehrmals täglich, dreht mir eine lange Nase und höhnt: Du kannst das eben nicht! Die ständige Provokation baut Druck auf.

Druck, der nach einem Ventil verlangt. Entweder ziehe ich jetzt die Boxhandschuhe an und dresche auf meinen Boxsack oder …

Die flammende Rede zu schreiben ist beschlossene Sache!

Wenn ich will – und jetzt will ich unbedingt –, dann kann ich auch!

Schreiben bietet die Chance, mich mit jedem Wort, jedem Satz, jedem Text neu zu erfinden: Ich bin blond – ich bin brünett – ich dick – ich bin schlank – ich bin nett – ich bin böse – ich bin harmlos – ich bin gefährlich – ich bin … schwarz – weiß und alle Graustufen inklusive der kompletten Farbpalette.

Reden reden ist Überzeugungsarbeit

definiere ich mal so aus dem Bauch heraus. Details müssten noch recherchiert werden, allerdings reicht mir fürs Erste mein Vorwissen aus bei unterschiedlichen Anlässen gehörten Reden.

Reden reden braucht Argumente

sonst wird das mit Überzeugungsarbeit ein frommer Wunsch bleiben.

Flammende Reden reden braucht Leidenschaft und andere Emotionen.

Die stärksten Gefühle sind der Hass, die Wut, der Zorn und die Liebe.

Ich wähle spontan den Zorn, der ja glücklicherweise schon da ist, weil mich diese Schreibe-eine-flammende-Rede-Aufgabe, wie bereits erwähnt ,seit Tagen nervt.

Zorn ist auch deswegen eine gute Wahl, weil es immer irgendetwas gibt, über das man sich ärgern oder aufregen kann.

Zwischenstand an dieser Stelle mit freundlichen Grüßen an die Nervensäge Schreibe-eine-flammende-Rede-Aufgabe:

Ich fang gleich an – es wird eine Wut-Rede

WO werde ich die Rede reden?

Hier auf dem Blog .Da habe ich Öffentlichkeit/Leser/Publikum. ABER: Die Öffentlichkeit ist unsichtbar, weswegen das Lampenfieber geringer ist. Ich bin nicht, wie mancher Vortragender in Hörsälen, Seminarräumen oder Einkaufszentren gezwungen, mir meine Gegenüber nackt oder in Unterwäsche vorzustellen

WIE wird die Rede geredet?

Schriftlich – als Blogbeitrag. Kein Podcast, kein YouTube-Video, kein Audio. Die Aufgabe heißt ja auch: Schreibe eine …

WER interessiert sich dafür?

Hoffentlich viele – tatsächlich:Keine Ahnung.

Ich als Rednerin. Weil ich das Schreiben und Rede reden als Gedankenordnungsinstrument nutzen werde. Natürlich auch als eine Methode, in den Schreibfluss zu kommen und zu bleiben. Und aus diesem Grund kann es auch durchaus passieren, dass es am Ende keine Rede wird. Sondern eine Aneinanderreihung von persönlichen Statements, Wuttexte oder eine Liebeserklärung. Alles ist möglich … :O)

WELCHES Thema?

Eines, das mich interessiert, in dem ich (wenigstens ein bisschen) mitreden kann, das polarisiert oder doch mindestens geeignet ist, zu polarisieren. Und das auch andere interessieren könnte:

Autoren und Bücher – Bücher machen – Selfpublishing – Verlage – DKZV

Warum ich seit geraumer Zeit keine Bücher mache

diverse andere Dinge, die mir dazu noch einfallen werden.

Warum?

Seit Wochen stolpere ich an den unterschiedlichsten Stellen über das „Bücher machen“.

Ob auf fb oder an meinem PC, in den Vorbereitungen zu einer Lesung oder wenn ich meine gesammelten Texte durchgehe und denke: „Schade, dass ihr alle hier mehr oder weniger ungelesen versauert!“

Wenn ich auf der Suche nach Inspiration durchs Internet surfe; wenn ich andere – erfolgreiche – Autoren aus der virtuellen Ferne beobachte …

Wenn mich mal wieder eine Mail erreicht oder ein Ratsuchender mir sein Manuskript vorlegt mit der Bitte, Tipps und Hilfestellung bei der Veröffentlichung zu geben.

Kategorie Allgemein
Autor

berufliches – akademisches – kreatives- biografisches Schreiben
Coaching – Texterstellung – Textoptimierung
Kurzgeschichten und mehr…
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