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Schreiben ist Verbindung(en) herstellen

BeraTina - Martina Decker

BeraTina - Martina Decker

Sinn- und Wortverbindungen herstellen

Schreiben ist Verbindung

habe ich am Montag geschrieben und das „leere“ Sternenbild vorgestellt.  Dazu die (Rätsel-)Aufgabe, alle Sterne mit einer Linie zu verbinden.

Der einzige Hinweis dazu war: „Es hat mit dem Thema Kommunikation zu tun und mit dem Schreiben als Kommunikations-Medium und natürlich auch mit dem Lesen als Kommunikations-Medium. Weiterlesen

Geheime Zeichen von Birgit Gürtler – Mystery

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Kürzlich bin ich HIER über die Aktion #Autorinnenzeit gestolpert.  Dazu gibt es eine nette Liste, mit welchen Aktionen man mal ganz bewusst Autorinnen in den Fokus stellen kann. Denn, so sagt der Autor Sven Hensel: „… Literatur ist eine Männerdomäne. Literaturpreise werden mit einer außerordentlich hohen Frequenz an Männer vergeben, vielerorts werden deutlich mehr Bücher männlicher Autoren rezensiert — der Anteil liegt je nach internationalem Magazin bei bis zu 72% …  auf Kanon-Listen muss man mit der Lupe nach einzelnen Büchern von Autorinnen suchen.“
„Rezensiere eine Autorin“ – keine Problem! Auf meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher) lagen eh weit oben:

 „Geheime Zeichen“ von Birgit Gürtler .

Ein „übernatürlicher Thriller“ – so eine Kategorie bei Amazon, die anderen lauten Krimi, Thriller, Suspense . Erhältlich als kindle eBook für 2,99 / TB 8,99 , 166 Seiten Print

Klappentext: Welchen Ursprung haben komplexe Kornkreise und die überdimensionalen Nasca – Linien in der peruanischen Wüste?
Sind sie Nachrichten an Außerirdische?
Ariane hört seltsame Botschaften im Radio, die in einer fremdartigen Sprache gesprochen werden. Als Ariane in den Besitz von Papieren kommt, die eine Übersetzung der Sprache enthalten, entgeht sie nur knapp einem Mordanschlag.
Ein toter Mann in ihrem Haus verschwindet unter mysteriösen Umständen. Niemand will ihr glauben.
Auf der Suche nach Antworten, die sie bis nach Peru bringt, lernt Ariane den Wissenschaftler Patrick kennen. Er unterbreitet ihr, dass sie in Lebensgefahr schwebt, wie er selbst.
Nach einer aufreibenden Flucht steht sie einer Spezies gegenüber, die seit tausenden Jahren unbemerkt auf der Erde existiert. Sie hegen keine guten Absichten.

Es beginnt mit einer Verfolgungsfahrt durch einen Wald. Ein Mann steigt aus – nimmt ein Päckchen – flieht zu Fuß. Es regnet und dieser Mann – Patrick – weiß, dass SIE den Regen hassen.
Ein rasanter Einstieg und die Fragen bei mir als Leserin: Wer sind SIE? Was ist in dem Päckchen? Und werden SIE ihn kriegen?
Aber erst einmal erfahre ich von Ariane, dass sie vor einem alten Radio sitzt und einer tiefen, monotonen Stimme lauscht, die in einer unbekannten Sprache einen Vortrag hält.

Patrick ist Forscher – Ariane Übersetzerin – zusammen werden die beiden ein Team, das so einiges  überstehen und erleben muss, bevor die Rätsel gelöst und ein mögliches Happy End in Aussicht gestellt werden können.

Die Geschichte ist unterhaltsam und flott zu lesen. Mein weniges Vorwissen und die mir bekannten Spekulationen um z.B. die Kornkreise mischten sich mit der Erzählung. Mehr als einmal kam da der Gedanke auf, ob nicht vielleicht doch …  Im letzten Drittel macht die Geschichte noch einmal eine Wendung und spätestens da fiel mir auch wieder ein, dass ich eigentlich noch wissen wollte, was es mit Tom und seinem Sohn auf sich hat.

An manchen Stellen hätte ich mir mehr Absätze gewünscht, um dem zum Teil schnellen Szenenwechseln besser folgen zu können.

Und dann ist da noch ein so wunderbarer Satz, dass ich ihn hier unbedingt zitieren möchte,

“ … es steht uns nicht zu, Ihnen die bevorstehende Freude zu schenken, noch über Sie zu urteilen, oder den weisen Behüter in Worte zu kleiden…“

In diesem Sinne gute Leseunterhaltung   Eure BeraTina

 

 

 

 

 

Ritter Rudis Farbenzauber von Birgit Gürtler, Kinderbuch

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Wenn sie nicht arbeitet oder schreibt, liest sie ein Buch oder …“ – so steht es in meiner Autorenbeschreibung. Und beim Lesestoff bin ich grundsätzlich flexibel. Von Fachbüchern zu den Themen Schreibberatung, Didaktik oder Veröffentlichen von Texten; Romane, Biografien oder auch Kinderbücher. Diese mittlerweile eher weil meine Kinder aus dem Vorlesealter längst raus sind vor dem Hintergrund, dass ich ja selbst gerne für Kinder schreibe und ich im Grunde meines Schreiberherzens eine Märchentante bin.  

Das hier jetzt vorgestellte Kinderbuch erinnerte mich an eines dieser Märchen, das ich vor langer Zeit einmal schrieb: „Des Königs Sohn“ – ein Prinz, der partout nicht lernen wollte zu kämpfen und Angst hatte vor Pferden.

Ich habe also einen Blick ins Buch geworfen das geht ja bei Amazon hervorragend und mir dann das ganze Werk besorgt. Hat sich gelohnt: Das Buch ist mit viel Liebe zum Thema gemacht. Kinder werden Freude daran haben, Eltern beim Vorlesen auch und wer ganz ohne Kinder liest, wird sich ebenfalls gut unterhalten fühlen.

Folgend eine Zusammenfassung meiner Eindrücke als Leserin und  Vorleserin:

Copyright bei der Autorin Birgit Gürtler / Verwendung ausschließlich mit Ihrer Genehmigung

Ritter Rudis Farbenzauber von Birgit Gürtler

ein Kinderbuch – Altersempfehlung bei Amazon 4 – 8 Jahre /Vorlesen und erstes Lesen
erhältlich als eBook (das ich gelesen habe) und als Print.

Eine Geschichte vom kleinen Jungen Rudi, der – wenn es nach den Plänen von Onkel und Tante geht – ein Ritter am Königshof wird.
Blöd nur, dass der Junge eigentlich andere Träume hat. Er möchte nämlich viel lieber Maler werden. Doof auch, dass die Erwachsenen in solchen Fällen erst einmal das letzte Wort haben und Rudi ungeachtet seiner Wünsche auf die abenteuerliche Reise durch für Ritteranwärter unumgängliche Mutproben schicken.

Und so sind große und kleine Leser dabei, wenn Rudi einem Drachen gegenübersteht; wenn er bei den Goldvögeln –  sind ab sofort meine Lieblingstiere :O) – ist oder einem Sumpfkobold begegnet.

Jeder Mutprobe ist ein in sich abgeschlossenes Kapitel gewidmet – dazu kommt die Rahmengeschichte. Beim Vorlesen  z.B. als Gute-Nacht-Geschichte lässt sich immer ein Schlusspunkt setzen – wenn man nicht alles vorlesen möchte oder die Zeit knapp ist oder weil man die Spannung noch ein bisschen hoch halten möchte. Auch sinnvolle Lesepausen für Ersteser ergeben sich damit.

Sprache und Geschichte sind auf das Lesealter abgestimmt, die Erzählung fließt. Erst beim zweiten Lesedurchgang tauchte bei mir die Frage auf:  „Warum wohnt Rudi bei Onkel und Tatnte? Hat er keine Mama und keinen Papa?“  Vorleser sollten sich vorsichtshalber eine Antwort zurechtlegen – meine Kinder hätten das mit Sicherheit wissen wollen.

Mich haben die bunten Illustrationen begeistert. Sie bebildern die liebevoll erzählte Geschichte sehr schön und kindgerecht. Die Botschaft hinter der Geschichte ist aber ebenso schön: Glaube an deine Träume und versuche, sie zu erreichen – auch, wenn es erst einmal so aussieht, als würden sie sich nie erfüllen.

Womit diese Geschichte sich natürlich auch für Erwachsene, die sich noch Träume bewahrt haben empfiehlt. Für Träume und deren Umsetzung ist man ja nie zu alt.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat: Hier beweist ein kleiner Junge den Mut, individuelle Lösungen zu finden und umzusetzen. Und auch, wenn er dabei ein mulmiges Gefühl hat, bleibt er sich selbst treu und wird am Ende dafür belohnt.

Wo am Ende der persönliche Schwerpunkt der „Moral von der Geschicht'“ liegt, bleibt jedem (Vor)Leser selbst überlassen.

In diesem Sinne: eine süße Geschichte für Groß und Klein.

Für Autoren – Veröffentlichen von Texten

Martina Decker BeraTina Monatsgedicht Zombie

Wie aus dem Nichts war da auf einmal dieser Traum, etwas zu erschaffen, das bleibt. Das die Jetzt- und Nachwelt erfreuen und unterhalten wird. Das die Massen begeistert ….

Bevor es aber wirklich an die Massen geht, lässt sich schon im Kleinen ein bisschen was tun.

Beispielsweise kann man sich eine Broschüre drucken lassen mit den schönsten eigenen Geschichten. Ich habe das 2010 mit ausgewählten Kindergeschichten gemacht.  VorleseGEschichten

Damals war ich eingeladen, im Rahmen der Lesetage Kindern einer kleinen Grundschule etwas aus meinem Autorenleben vorzustellen und die Freude am Lesen (neu) zu wecken.

Solche Broschüren sind recht robust und kostengünstig in der Herstellung. Ideal, um schon mal ein bisschen auf sich aufmerksam zu machen – wenn da z.B. die eMails-Adresse vermerkt ist, kann so eine Broschüre auch mal im Café vergessen werden ;O) , um sie zu verschenken, um immer eine in der Handtasche zu haben, falls sich zufällig ein Gespräch in diese Richtung entwickeln sollte …oder … oder … oder

Eine etwas teurere Lösung sind Fotobücher,

die man mittlerweile ja realtiv schnell selbst gestalten kann. Da diese Fotobücher auch Textfelder erlauben, lässt sich hier schnell ein ansehnliches Büchlein erstellen. Die Vorschau während des Erstellungsvorgangs erlaubt dabei, den „Satz“ immer im Blick zu haben und so im Ergebnis ein stimmiges Werk zu gestalten.  Wer gerne Gedichte schreibt und vielleicht noch ein paar schöne Fotos parat hat, kommt so recht einfach zu seinen ersten Gedichteband.

Auch für kürzere Geschichten ist das eine schöne Geschenk-Variante! Ich habe das erst letztes Jahr gemacht. Der damit Beschenkte wünschte sich seinen „eigenen Kriminalroman“. So entstand:

Milchmafia

Ich habe das Ganze dann „Geburtstagsedition“ genannt, aus dem „doityourself-keinverlag“ – da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Zugegeben: Da passt natürlich kein 200 Seiten-Roman rein – aber eine kurze, speziell auf den Beschenkten zugeschnittene Story auf jeden Fall. Da kommt Freude auf – beim Schreiben und Schenken, und der Beschenkte freut sich bestimmt auch, dass man sich so viel Mühe für ihn gemacht hat.

Beide Varianten haben den Vorteil, dass sie recht schnell ein sichtbares und vorzeigbares Ergebnis des eigenen Schreibens generieren.

Die private Edition ist natürlich nicht im Buchhandel zu erwerben (dafür bräuchte es die ISBN). Die private Edition ist, wie der Name schon sagt PRIVAT: für Freunde, Fans, Verwandte.

Das sind kleine Geschenke, die Freude machen und (hoffentlich) zu viel Lob an den Schreiber führen. Das wiederum motiviert zu weiteren Schreibtaten. Weitere Schreibtaten  führen unweigerlich zu einer gewissen Schreibroutine. Schreibroutine verbessert (meist) Stil und Ausdruck, das Wissen um Fallstricke, Regeln etc.

Und wer das alles weiß, der macht dann irgendwann als Self-Publisher weiter – oder als Verlagsautor – oder ….

 

Text-Bilder gestalten

Martina Decker BeraTina Text-Bilder gestalten

Geschichten sind mit Worten gemalte Bilder

– zumindest stelle ich mir das so vor. Das Visualisieren einzelner Szenen – gedanklich, manchmal auch wirklich als gemaltes Bild oder Skizze – bringt mich oft dem Kern der zu beschreibenden Textpassage näher.

Meine Reaktion, ein dunkles Bild nicht unbedingt mit Lebensfreude zu  assoziieren – selbst dann nicht, wenn darauf lachende, feiernde Menschen dargestellt wären -, versuche ich beim Schreiben einfließen zu lassen. So entstehen Text-Bilder, die Kraft der Worte, der Wortwahl oder des Satzbaus mehr oder weniger „farbig“ werden.

Denn auch, wenn das persönliche Empfinden bei jedem anders ist, gibt es eine gewisse Allgemeingültigkeit bei der Verwendung und Deutung von Farben:

Hell = fröhlich, dunkel – traurig, rot – aggressiv/wütend etc….

An den Beispielen  „fröhlich“ und „traurig“ dargestellt bedeutet das für mich:

In einem mit fröhlichen assoziierten Bild dominieren die hellen, freundlichen Farben. Der Pinselstrich hat Schwung, die Linienführung ist leicht und „locker“.

Auf ein mit Worten gemaltes fröhliches Bild übertragen: Der  Text hat viele „bunte“ Worte – helle Vokale dominieren und aktive Verben machen die Geschichte lebhaft. Das Geschehen tänzelt und hüpft durch den Satzbau – schweift mal hier hin und mal dort hin (aber bitte nicht zu weit ;O).

Ein trauriges Bild ist meist in gedeckten, oft sogar dunklen Farbtönen gehalten. Scharfe Konturen bilden Enge ab, der Pinselstrich wirkt schwer und angestrengt. Ein trauriger Text braucht ebenso eine dunklere Wortfarbe. Unbetonte Silben, dunkle Vokale. Die Verben tendieren zur Passivität und der Textfluss ist zäh.

In ähnlicher Weise lässt sich textlich auch Dynamik erzeugen…mit einer zügigen Abfolge von Geschehnissen –  kurze Sätze erhöhen das (Lese)Tempo. Schnelle, aktive Verben unterstreichen das Tun des Protagonisten.

Oder Schwere… langatmige Schilderungen, lange Sätze, langsame, passive Verben.

(und ja, es gibt auch unzählige Texte, da funktioniert es anders – weil Kunst ein Freigeist ist, weil die Leserschaft es so mag, weil …)

 

Das sind kleine „Tricks“, die durchaus beitragen können, der angezielten Leserschaft genau das nahe zu bringen, was man als Autor ausdrücken möchte.

Vieles davon machen Schreibende ganz unbewusst sowieso, weil das eigene Gefühl beim Schreiben es so aufgibt.

Spätestens bei der Überarbeitung seines Textes hat man mit diesen kleinen „Tricks“ aber noch einmal bewusst die Möglichkeit, den Text in seiner Wirkung zu intensivieren – damit der Leser nicht nur liest, sondern  mit weint, mit lacht, mit dem Protagonisten wütend ist oder mit fröhlich ist , mit hüpft oder sich mit durchs Leben schleppt.