Schwanennebel von Birgit Gürtler – Mystery

Martina Decker BeraTina

Birgit Gürtler – Schwanennebel – ISBN-10: 3946762093 – 368 Seiten (TB) – auch als eBook erhältlich.

Klappentext: Gedanken lesen, Willensbeeinflussung – das kann es nicht geben, davon ist Mara überzeugt. Doch als sie in FBI Akten stöbert, kommt sie genau diesem Geheimnis und einem Mann auf die Spur, der ihr zunächst unheimlich ist, aber von Tag zu Tag ihre Gefühlswelt mehr und mehr durcheinanderbringt.Darf sie diesem Gefühl Raum geben? Miguel wird des Mordes beschuldigt und sie gefährdet ihre Freiheit, wenn sie nicht seine verschlüsselten Daten knackt und dem FBI übermittelt.

Meine Eindrücke: Das ist jetzt das dritte Buch dieser Autorin, das ich vorstelle. Und bei aller Unterschiedlichkeit der Storys für mich das beste.  Vom ersten Wort bis zum Schluss war es spannend, immer wieder überraschend und so, dass ich nur sehr ungern Lesepause gemacht habe.

Akte X, tumultartige Szenen a la  Bud Spencer, eine ungewöhnliche Lovestory. Und die Protagonistin in der Art einer Miss Undercover, die Waffen einem 007 würdig. Die Autorin spielt mit den Möglichkeiten, die man den bekannten, aber doch geheimnisumwitterten Ermittlungsbehörden wie dem FBI zutraut. Damit bewegt sich die Geschichte permanent am Rande von „Es könnte ja vielleicht wirklich …“ und „Was wäre, wenn tatsächlich …“ Da ist es auch hilfreich, dass die Autorin besondere Kenntnisse ihrer Protagonistin (beispielsweise das Knacken von Türschlössern) plausibel zu erklären weiß. Und natürlich hat Mara auch noch ein verlässliches „Team“ – nämlich ihre Freunde, die dort weiterhelfen können, wo sie an ihre Grenzen kommt.

Müsste ich jetzt noch zu erwähnen, dass Miguel dem Klischee „Traummann in Wesen und Äußerem“ recht nahe kommt? Dass die Mädels gar nicht anders können als zu seufzen, wenn er mit seinen wunderbar dunklen Augen … Perdone! Ich schweife ab. Wer den Mann kennenlernen möchte, muss selber lesen.

Auch in diesem Buch gibt es einen Satz, der so schlicht wie gut ist, dass ich ihn hier zitieren möchte: „…diesen Taylor, der ihr so unsympathisch war wie eine dicke Schmeißfliege auf dem Frühstückstisch.“ Wenige Worte – ein Bild und wohl jeder weiß,  wie unsympathisch dieser Taylor ist, oder?

In diesem Sinne – hat mir als Leserin sehr gut gefallen.

Viele Grüße und bis demnächst

  Eure BeraTina