Workshop am Bodensee

(Foto copyright by Sabine Zürn)

Schreibworkshop am Bodensee – kalter Wind zieht um die Häuser, während wir uns erst einmal darüber klar werden, was biografisches Schreiben eigentlich ist oder sein kann.

Mein Fazit: nicht das eigene Leben, aber vielleicht angelehnt an das eigene Er – Leben.

Wir bedienen uns noch schnell am reich gedeckten Kaffee- und Getränketisch der Gastgeberin Sabine Zürn und dann heißt es: An die Stifte – fertig -los!

Unsere Kursleiterin Sabine Eva Rädisch stellt die erste Schreibaufgabe und: Wir erinnern uns, ganz wie (von der Dozentin) geplant.

Es wird geschrieben, gelesen, besprochen und gelacht – auf eine erfüllte Schreibaufgabe folgt die nächste und wie im Fluge ist der erste Workshop-Tag vorbei.

Der Abend vergeht gesellig in einem schönen Restaurant in Wasserburg.

Nach einem gemeinsamen (ausgiebigen, opulenten) Frühstück starten wir am Sonntag in die zweite Runde.

Versformen wie das Haiku, das Elfchen oder das Rondell geben den Rahmen vor, in dem unsere Text – Ideen präsentiert werden sollen. Und es wiederholt sich, was am Tag zuvor schon war:

Es wird geschrieben, gelesen, besprochen und gelacht – auf eine gelöste Schreibaufgabe folgt …

Thematisch passendes Buchmaterial wird seitens der Kursleiterin vorgestellt – schon faszinierend, welche Vielfalt sich da für interessierte Schreibende bietet.

Und zwischendurch stehen oder sitzen wir in kleinen Grüppchen, bereden unsere Ideen, diskutieren Textformen und Inhalte oder schweifen auch einfach mal komplett vom Wesentlichen ab.

Deutlich spürbar: Menschen, die Freitag Abend noch als Fremde gemeinsam bei Pizza und Rotwein zusammensaßen, werden Freunde (oder zumindest gute Bekannte), die ein Stück Leben miteinander teilen.

Und als würde das auch den Wettergott freuen, lacht zur Mittagspause die Sonne vom Himmel (und erlaubt einen wunderbaren Blick über den Bodensee und hinüber auf Schweizer schneebedeckte Gipfel).

Eine letzte Schreibaufgabe beschließt am späten Nachmittag den Workshop.

Es wird resümiert und es werden Kontaktadressen ausgetauscht, es wird gepackt und am Ende hat jeder jeden mal kurz umarmt und Tschüss gesagt.

Der Kuchen ist leer, der Kaffee fast … jetzt aber nix wie an den Bahnhof und zurück nach Hause!

Schön war’s – und hier folgt mein Resümee – in Form eines Rondells – so, wie es die Aufgabe erforderte:

Ich danke euch für diese Tage

die Gruppe war wohl sehr lebendig

das Wetter eher unbeständig

Ich danke euch für diese Tage

der Austausch hat mich inspiriert

das Miteinander motiviert

die Kompetenz mir imponiert

Ich danke euch für diese Tage

So, und beim nächsten Mal knüpfe ich dann wieder bei der Rede an ….