Wortspielereien

Martina Decker BeraTina
Man nehme: EIN beliebiges Wort.

 

Zum Beispiel das auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Wort „Färdsch“. Es war 2009 das beliebteste sächsische Wort. „Färdsch“ bedeutet „fertig“.

Das „beliebige“ Wort wird zum Wortfinder.

Mit den einzelnen Buchstaben lassen sich andere Worte finden. So kramt man mal wieder völlig frei im eigenen Wortschatz und kann ihn ganz nebenbei auch noch erweitern. Davon profitieren nicht nur Autoren und andere Vielschreiber, sondern zum Beispiel auch Schüler. Der nächste Aufsatz kommt bestimmt! Und bei „Langeweile-Alarm“: Wer findet die meisten?

Das „beliebige“ Wort wird zum Themen-Fokus

Es kann sein, dass sich unbewusst viele Begriffe rund um ein Thema anbieten – obwohl z.B. das Wort „Färdsch“ gar nichts damit zu tun hat. Das passiert mir immer dann, wenn mich etwas eh gerade beschäftigt. 

Man kann die Wortsuche aber auch direkt darauf anlegen und das eigene Thema von Buchstabe zu Buchstabe „beleuchten“. Und wie man sieht, führt das direkt zu weiteren Gedankengängen und wilden Kritzeleien :

Das „beliebige“ Wort für die Schreib-Ideen-Suche.

In diesem Fall und in dem unten dargestellten Beispiel  sind das Ziel einfache 3-Wort-Sätze, die erzählen, wer-wo-was-wie passiert oder wer-wo-was-wie ist. Sie bestehen aus: Subjekt – Prädikat – Objekt/Adjektiv. Ich habe für jedes der 3 Satzteile Worte gesammelt.

Und so sieht sie aus, meine bunte Wortsammlerei:

Ich habe sehr frei assoziiert – ohne Bezug zu einem bestimmten Thema. Es ergaben sich dadurch natürlich vieleNonsens-Sätze“ –Dosenbier ächzt doof-, die aber durchaus auch ihren Charme haben. Und die, wenn man das in einer Gruppe macht, zusätzlich richtig Spaß bringen.

Für mich sind sie immer  auch Ideengeber für neue Geschichten. 

Zum Glück – wegen Vorführeffekt und so -lassen sich aber auch zwei „sinnvolle“ Sätze ausmachen:

                  Charlotte singt fein!                                                     Rosen duften süß.

Ob Charlotte lauthals singt … Ob die Rosen rot oder gelb sind … Das sind Details, die nun „erarbeitet“ werden können. Vielleicht erzählt mein nächstes Märchen von einer Prinzessin namens Charlotte, die gerne sang – aber es nicht konnte. Ihre Stimme klang wie eine heisere Gießkanne und alle Prinzen verließen fluchtartig das Schloss, wenn die Prinzessin … Vielleicht duften in dieser Geschichte dann auch die Rosen im Garten ganz wunderbar süß und betören Jung und Alt …

Eine andere Wortspielerei – das Akrostichon –  findet sich hier

 

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